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Prateser Geschichte

Die Ebene von Prato war ursprünglich ein sumpfiges Gebiet. Daher ließen sich die Einwohner am Rande dieses Gebiets nieder, genauer gesagt an der Cassia Clodia Straße. Die eigentliche Stadt Prato wurde im 11. Jahrhundert durch die Vereinigung des Borgo al Cornio (Piazza Duomo) mit dem Schloss Pratum der Conti Alberti gegründet.

 

Die Anfänge

Während des 12. Jahrhunderts wurde Prato eine freie Gemeinde. Zwei Stadtmauern wurden nacheinander zur Verteidigung errichtet. Dennoch verlor die Stadt 1351 ihre Freiheit und fiel in die Hände der Florentiner. Seitdem ist die Geschichte Pratos mit der Geschichte von Florenz verbunden.

Das Stadtleben ist geprägt von einer florierenden Wirtschaft. Insbesondere der Handel mit Textilwaren ist wichtig. Das bedeutendste Beispiel ist Francesco Datini, ein reicher und sehr intelligenter Prateser Kaufmann, der den Wechsel und die doppelte Buchführung erfunden hat. Im Stadtzentrum befindet sich ein Gebäude, welches nach ihm benannt wurde.

  

Die Plünderung Pratos

1494 wurden die Medici aus Florenz vertrieben
und die Florentiner Republik gegründet. Auf Drängen von Kardinal Giovanni dei Medici (zukünftiger Papst Leo X.) unterstützte Papst Julius II. die Rückeroberung von Florenz durch die spanische Armee.

Als die spanische Armee auf dem Weg von Bologna nach Florenz in die Nähe von Prato kam, beschloss sie, die Stadt anzugreifen – zum einen, um ein Exempel zu statuieren, wie es den Florentinern ergehen könnte und zum anderen, um die Stärke der Armee zu demonstrieren.

Am 29. August - nach langem Kampf - zogen die Spanier in die Stadt Prato ein. Die Spanier zeigten kein Mitleid mit den Menschen (auch nicht mit Frauen, Kindern und älteren Menschen), die sich in die Kirchen geflüchtet hatten. Die Plünderung von Prato dauerte 21 Tage, geprägt von Terror und blutigen Kämpfen. Die Rückkehr der Medici nach Florenz mussten demnach viele Menschen aus Prato mit ihrem Leben bezahlen. Die Florentiner öffneten den Spaniern ohne Widerstand die Türen und Tore.


Dieses Ereignis hat Prato schwer getroffen, und es dauerte Jahrhunderte, bis sich die Stadt davon erholt hatte.

Industrialisierung

Im neunzehnten Jahrhundert war Prato durch eine sehr starke Industrialisierung mit einem enormen Bevölkerungswachstum gekennzeichnet.
Ein weiterer demografischer und wirtschaftlicher Aufschwung war in den 60er und 70er Jahren zu verzeichnen, wobei sich die Einwohnerzahl verdoppelte.

 In den 1990er Jahren begann die chinesische Einwanderung und es bildete sich "Chinatown", bestehend aus ca. 30.000 Einwohnern.

Bis heute nimmt Prato eine führende Rolle in der Textilindustrie ein. Pratos Stoffe werden an die größten nationalen und internationalen Modehäuser verkauft.